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[ 21.04.2005 ]
Studie des Instituts für industrielle Ökologie über die Emissionssituation der Industrie TirolsERGEBNISSE: Die Tiroler Industrie hat in den letzten 15 Jahren ihre Produktion nominell verdoppelt und - gemessen daran - ihre Emissionen mehr als halbiert. Der Anteil der Industrie-Emissionen an den Gesamtemissionen des jeweiligen Stoffes in Tirol liegt zwischen 4,8 % beim (gefassten) Grobstaub und maximal 15 % bei SO2; bei CO2 sind es 12 % und bei Nox emittiert die Industrie weniger als 10 %.Was bedeuten diese Ergebnisse für Tirol und die Industrie Insgesamt ist festzustellen, dass die Emissionen der Tiroler Industrie ausgesprochen niedrig sind! Die Werte können gegenwärtig kaum noch unterboten werden. Entweder fehlen dazu die technischen Möglichkeiten oder eine weitere Absenkung wäre nur mehr zu exponentiell steigenden, exorbitanten Kosten möglich, die niemand mehr vertreten kann.
Tiroler Umweltdiskussion – Studie „Emissionsbilanz der Tiroler Industrie“
In den vergangenen Jahren ist in der zunehmend intensiver werdenden Diskussion über die Luftgüte in Tirol und die Schadstoffemittenten immer öfter auch die Industrie als einer der Hauptverursacher dargestellt worden. Dabei gab es bereits fundierte Hinweise darauf, dass die Industrie relativ wenig emittiert (z.B. die Studie der Forschungsgesellschaft für Verbrennungskraftmaschinen und Thermodynamik an der Technischen Universität Graz im Auftrag der Tiroler Wirtschaftskammer 2003 und 2004 und die dort genannte Hintergrundbelastung von 15 % bzw. 10 %).
Das Land hat Maßnahmen zur Luftreinhaltung gesetzt, die im Ergebnis vor allem die Tiroler Industrie getroffen haben. Das Land erließ mitunter Verordnungen, die zufolge fehlender technischer Möglichkeiten nicht umsetzbar sind (z.B. Rußpartikelfilter-VO).
Diese Umstände veranlaßten uns, die Studie „Emissionsbilanz der Tiroler Industrie“ beim Institut für industrielle Ökologie in Auftrag zu geben. Ziel der Studie war die Erhebung der Emissionen der Industrie Tirols bei den wesentlichen Luftschadstoffen sowie die Darstellung der Bedeutung des Industriebereiches für die Emissionssituation Tirols. Die Emissionsanteile der Tiroler Industrie wurden den Anteilen der anderen Tiroler Emittenten größenmäßig gegenübergestellt.
In die Studie waren alle Betriebe, die der Sparte Industrie angehören, einbezogen. Das sind 170 Betriebe.
Was bedeuten diese Ergebnisse für Tirol und die Industrie
Insgesamt ist festzustellen, dass die Emissionen der Tiroler Industrie ausgesprochen niedrig sind! Die Werte können gegenwärtig kaum noch unterboten werden. Entweder fehlen dazu die technischen Möglichkeiten oder eine weitere Absenkung wäre nur mehr zu exponentiell steigenden, exorbitanten Kosten möglich, die niemand mehr vertreten kann.
Alles in allem beweist die Studie eindeutig, dass die massiven Investitionen der Tiroler Industrie von 800 Millionen Euro in den letzten 10 Jahren in die Umwelt, in umweltfreundliche Produktionsprozesse, in energiesparende Verfahren und in die nachgeschaltete Beseitigung von Emissionen nachhaltige Wirkung erzielt haben.
Die Tiroler Industriebetriebe können mit Fug und Recht feststellen, dass sie nicht nur mit den Ressourcen unseres Landes besonders sorgfältig umgehen, sondern dass sie auch alles für die Umwelt zu tun bereit sind, insbesondere auch für die Reinhaltung der Luft.
KEINE WEITEREN BELASTUNGEN FÜR DIE TIROLER INDUSTRIE!
Deshalb fordert die Industriellenvereinigung Tirol, dass die Umweltpolitik nicht länger auf dem Rücken der Industrie ausgetragen werden darf, dass die Maßnahmen, welche die Politik setzen zu müssen glaubt, so gewählt werden müssen, dass sie die bereits erbrachten Umweltleistungen der Tiroler Industrie in vollem Ausmaß anerkennen und berücksichtigen und zu keinen weiteren Belastungen für die Tiroler Industrie führen. [ IV Tirol ]
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