„Österreich ist bereits ein Hochsteuerland“
„Ein ausgeglichenes Budget kann nicht mit wenig durchdachten Geldeintreibungs-Aktionen erreicht werden“. Mit diesen Worten lehnt auch der Tiroler Industriepräsident, Dr. Reinhard Schretter, die zuletzt kolportierten Belastungsideen deutlich ab.Über Spar-Ziele nicht einmal reden zu wollen, dafür aber die Leistungsträger mit neuen Steuern und Belastungen zu überraschen, sei nicht der Stil, den man sich von Verantwortungsträgern erwarte, zeigt sich Präsident Schretter über jüngste Steuerideen irritiert: „Eine kluge Regierung lenkt das Engagement der Unternehmen in Richtung Forschung, Innovation, Investition sowie Eroberung neuer Märkte. Das würde Wachstum bringen, Wertschöpfung und ausreichend Steuereinnahmen. Doch jetzt die Leistungsträger wieder einseitig abzustrafen, das ist grob fahrlässig."
Die Tiroler Industrie hat immer wieder aufgezeigt, wie nachhaltig gespart werden kann. Doch die Reformerfolge der Politik etwa im Bereich der Verwaltung, des Pensionsantrittsalters, beim Gesundheits- oder Bildungssystem sind nicht erkennbar. Dass nun die Unternehmen herhalten sollen, die verdampften Millionen im Budget-Loch zu ersetzen, ist der vollkommen falsche und kontraproduktive Weg. Österreich ist bereits ein Hochsteuerland.
„Allein an der Gruppenbesteuerung hängen österreichweit tausende von Arbeitsplätzen. Und die Diskussion über eine mögliche Vermögenssteuer verunsichert längst alle Leistungsträger im Lande. Die Wiedereinführung einer Erbschaftssteuer gefährdet Betriebsübergaben und eine Erhöhung der Körperschaftssteuer lässt Investoren über andere Standorte nachdenken", nennt Präsident Schretter einige Vorhaben.


