„Tiroler Industrie-Gespräche“ zur globalen Schuldenkrise
Aktueller konnte das Thema nicht sein, über das Ambassador Dr. Robert M. ORR, U.S. Executive Direktor der Asian Development Bank, bei der gemeinsamen Veranstaltung von MCI und Industriellenvereinigung Tirol in Innsbruck sprach. Balancing act: USA, Japan, Europe & the Asian Development Bank - das “Tiroler Industrie-Gespräch” fand großes Interesse und lockte Unternehmer, Studenten sowie Vertreter aus Politik und Wirtschaft.„Downgrading sollte nicht zum Wort des Jahres werden", meinte der Tiroler Industriepräsident Dr. Reinhard Schretter in seinem Begrüßungsstatement und stellte fest: „Die internationale Finanzwelt brennt an vielen Ecken und Enden. Andererseits kann man am Beispiel Österreich auch zeigen, wie Wirtschaft funktioniert. Mit einer Arbeitslosenquote von 4 % liegen wir an der EU-Spitze. Die Arbeitsmarktprogramme haben gegriffen und auch die Investitionen in Infrastrukturprojekte waren richtig. Doch nun muss Österreich - so wie viele andere Länder - auch die Schulden in den Griff bekommen."
Der internationale Bankexperte mit großer Industrieerfahrung Ambassador Dr. Orr lobte die Erfolge Österreichs, dem Gründungsmitglied (1966) der multilateralen Entwicklungsbank mit Sitz in Manila (ADB). Der asiatisch-pazifische Raum ist Markt und gleichzeitig Produktionsstandort für Tiroler Industrieunternehmen. Dies wusste der Gast-Redner und betonte: „Es ist eine win-win-Situation für Österreichs Exporte in die Region Asien/Pazifik sowie für die Menschen vor Ort als Nutznießer sozialer und ökonomischer Projekte."
Die aktuellen Ziele und Vorhaben der ADB habe man im „Long Term Strategic Framework" definiert, informierte der Experte und gab einen kurzen Einblick in diesen Plan „Strategy 2010", der die Bereiche Infrastruktur, Umwelt, regionale Zusammenarbeit, Bildung, Gesundheit, Landwirtschaft und Katastrophenschutz umfasst.


