IKB AG – Elmar Schmid tritt in den Ruhestand, Harald Schneider übernimmt den Vorsitz.
Ein Jahr früher, als geplant, ist Ende September der langjährige Vorstandsvorsitzende der Innsbrucker Kommunalbetriebe AG (IKB) Dr. Elmar Schmid aus gesundheitlichen Gründen in den Ruhestand getreten.Damit endet eine Ära, denn der studierte Jurist gilt als „Geburtshelfer" der Aktiengesellschaft und hat maßgeblichen Anteil an der Erfolgsgeschichte des Unternehmens: Als ehemaliger Finanzdirektor von Innsbruck entwickelte er Anfang der 90er-Jahre die Strategien für eine realwirtschaftliche Sanierung der verschuldeten Stadtwerke durch deren Ausgliederung aus den Stadtfinanzen und ihre Umgründung in eine Aktiengesellschaft. Elmar Schmid war auch der erste Aufsichtsratsvorsitzende der Kommunalbetriebe - eine Position, die er 9 Jahre lang bekleidete. Die strategische Partnerschaft mit der Tiwag - Tiroler Wasserkraft AG durch eine 50-Prozent-Beteiligung (minus 1 Aktie) war eine zentrale Weichenstellung in seiner Zeit als Aufsichtsratsvorsitzender. Ab 2003 schließlich war Elmar Schmid Vorstandsvorsitzender der IKB. Auch in diesen sieben Jahren setzte er viele Akzente - beispielsweise die Mehrheitsbeteiligung am Flughafen Innsbruck samt Pistenvorfeldverlängerung, die Restrukturierung der Innsbrucker Verkehrsbetriebe und den Bau der Abfallsortieranlage Ahrental sowie der Kraftwerke Naturstrom Mühlau und Mühlen, um nur einige Beispiele zu nennen.
Mit dem Ausscheiden von Elmar Schmid wurde der bisherige Vorstandsdirektor DI Harald Schneider zum neuen Vorsitzenden des Vorstandes bestellt. Der gebürtige Steirer ist seit Anfang 1996 technisches Vorstandsmitglied der IKB. Unter seine Federführung fallen innovative Infrastruktur-Projekte wie der flächendeckende Ausbau des Innsbrucker Glasfasernetzes oder das Service Wärme-/Kälte-Contracting. Die Erschließung neuer Märkte in unterschiedlichen Bereichen wie Telekommunikation, E-Mobilität oder Abwasserentsorgung ist dem Verfahrenstechniker ein besonders Anliegen. Schneider ist auch ausgewiesener Wasser- und Abwasser-Experte: Er war Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach und Vizepräsident der Eureau - dem Dachverband der europäischen Verbände für Wasser und Abwasser. Mit seiner Wahl zum Vorstandsvorsitzenden der IKB bleiben Kontinuität und Kompetenz gewahrt. Denn gemeinsam konnten Schneider und Schmid einen Kulturwandel in der IKB herbeiführen, der vor allem durch die sehr hohe Kundenorientierung der Mitarbeiter/-innen zum Ausdruck kommt.
Neues kaufmännisches Vorstandsmitglied der IKB ist DI Helmuth Müller, ehemaliger Geschäftsführer der Stadtwerke Wörgl. Müller wird seine Vorstandsfunktion mit 1. Jänner 2011 antreten. Mit seiner Bestellung ist der IKB-Dreiervorstand, dem wie bisher auch DI Franz Hairer angehört, wieder vollständig.


