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[ 28.06.2010 ]
Steka feierte 60-Jahr-JubiläumBereits im letzten Jahr am 6. Oktober jährte sich zum 60. Male jener Tag, an dem der erste Gesellschaftsvertrag der Firma STEKA unterzeichnet wurde. Die Wirtschaftskrise im letzten Jahr ließ es nicht zu, dieses Jubiläum zu feiern. Die Lage hat sich seither wieder gebessert und so feierte STEKA-Werke am Freitag, den 25. Juni 2010 ab 18.00 Uhr das 60-jährige Bestehen. Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf gratulierte dem Unternehmen bereits am Mittwoch dieser Woche während ihres Betriebsbesuches.Es war einmal ... ein junger Mann namens Ferdinand Rojkowski, der 1945 - nach einem Studium der Chemie, des Welthandels und ersten Erfahrungen im internationalen Geschäftsleben - die Gunst der Stunde erkannte. Überall im Land fehlte es an elektrischen Sicherungspatronen. Hausfrauen überbrückten den Strom notdürftig mit Drähten oder Nägeln. Unfälle und Schwelbrände waren die Folge. Es wurde dringend jemand benötigt, der diese Reparaturen fachmännisch ausführte und neue Sicherungspatronen anbot. Ferdinand Rojkowski hatte bei den Siemens Schuckert Werken Erfahrung auf diesem Gebiet gesammelt und begann bei Swarovski in Wattens Elektro-Isolierbauteile aus Keramik zu fertigen. Swarovski sah die eigene betriebliche Zukunft in der Kristallglasproduktion und unterstütze Ferdinand Rojkowski tatkräftig bei der Gründung eines eigenen Werkes in Matrei am Brenner. So entstand die Firma STEKA, die Tiroler Steatit- und Keramikwerke Rojkowski & Co. KG zur Herstellung von Bauteilen aus Hochfrequenzkeramik und Elektroporzellan. Am 06.10.1949 wurde der erste Gesellschaftervertrag unterzeichnet. Die Anteilseigner waren Ferdinand Rojkowski, Rudolf Haller, Maria Dax, Martha Dworzak, Dr. Theodor Huter und die Firma Elwe, Weninger & Co. KG. Die Mitarbeiter der Stunde 0 begannen mit der Produktion, die ganz nach Plan einen kometenhaften Verlauf nahm. Der Export in alle Welt boomte. Bald mussten zwei Elektro-Tunnelöfen angeschafft werden, um die stetig wachsende Nachfrage bewältigen zu können. 40 Tonnen technischer Keramikbauteile verließen jeden Monat das Werk. Bereits 1959 erwies sich der Standort Matrei als zu klein. Der Bau eines neuen Betriebsgebäudes in Innsbruck-Rossau wurde geplant und bereits 1961 starteten die damals 50 STEKA-Mitarbeiter die Herstellung in den neuen Werkshallen. Steatit stand Pate beim Firmennamen STEKA, den Tiroler Steatit- und Keramikwerken. Steatit zählt zur Gruppe der Silikatkeramiken und eignet sich hervorragend für alle Bauteile der Elektro- und Radiotechnik. Es besteht zu einem hohen Anteil aus Speckstein und gerät durch Strom oder Radiowellen nur minimal in Schwingung. Das Material erwärmt sich demzufolge nicht und verändert seine Ausdehnung kaum - ideal für Einsätze in Bereichen, in denen engste Toleranzen einzuhalten sind. In den Jahren ab 1975 überschlugen sich die technischen Neuerungen, mit denen die STEKA im Verbund mit ihren europäischen Mitstreitern der asiatischen Konkurrenz stets eine Nasenlänge voraus war - und ist. 1987 wurde das Werk umbenannt in STEKA-Werke technische Keramik GmbH & Co. KG. 1988 ersetzten gasbeheizte Kammeröfen mit Abgasnachverbrennungssystemen die ölbetriebenen Tunnelöfen und steigerten Qualität und Umweltverträglichkeit der Produktion. Ab 1993 entwickelten STEKA-Ingenieure halbautomatische Fertigungseinrichtungen für Keramikbauteile im Metallverbund, wie z. B. genietete Lampensockel. Setzvorrichtungen für Pressautomaten ermöglichten die Bedienung mehrerer Maschinen durch eine Person. 2005 fand ein Wechsel in der kaufmännischen Geschäftsführung statt: Magister (FH) Markus Dax, Sohn des langjährigen Geschäftsführers und Mitinhabers der STEKA, Otto Dax, übernahm die kaufmännische Leitung und trat die Nachfolge von Albert Haupt an. Markus Dax hat - wie der Firmengründer Ferdinand Rojkowski - seine ersten beruflichen Erfahrungen bei der Firma Siemens an verschiedenen internationalen Standorten gesammelt. So gehen bei der STEKA Innovation und Tradition Hand in Hand. Wissen geht nicht verloren, sondern wird von einer Generation nahtlos an die nächste weitergegeben und vertieft. Auf dem hart umkämpften internationalen Markt punktet das Familienunternehmen STEKA durch höchste Qualität seiner Produkte und perfekten Service. Falls gewünscht wird bereits in der Konstruktionsphase in Kooperation mit den Entwicklungsabteilungen der Kunden das langjähriges Wissen um das Material und seine Eigenschaften im Einsatz eingebracht, um die Wirtschaftlichkeit im Gestaltungs- und Herstellungsprozess zu optimieren. Auf die hohe Exportquote von 95% ist man bei STEKA besonders stolz, denn sie ist ein Zeichen internationaler Anerkennung ihrer zuverlässigen Bauteile. Die Gesellschafter und Geschäftsführer sind sich ihrer unternehmerischen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern und dem Standort Tirol bewusst und machen den Vorteil günstigerer Produktionsbedingungen im Ausland durch Fachkompetenz und sportliche Innovationskraft mehr als wett. Als zukunftsorientiertes Unternehmen wird Sorge für den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen getragen. Emissionen und Energieverbrauch wurden durch den Einsatz moderner Technik auf ein Minimum reduziert. Seit 2005 ist die STEKA gemäß ISO 14001 umweltzertifiziert - bereits seit 2001 besteht eine laufend aktualisierte Zertifizierung des Qualitätsmanagements nach ISO 9001. STEKA beschäftigt heute 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausschließlich im Werk in Innsbruck und erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 5 bis 6 Mio. Euro. Das Unternehmen befindet sich mehrheitlich im Besitz der Familie Dax. [ IV Tirol ]
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