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[ 09.04.2010 ]

IV Tirol fordert Pakttreue beim Brennerbasistunnel ein

Kopfschütteln und Verwunderung löst bei der Industriellenvereinigung Tirol der heftig ausgebrochene Ost-West-Konflikt um den Bau des Brennerbasistunntels (BBT) aus. Während die Tirol-Position gefestigt ist, scheint man im Osten zu bremsen. Von einer Pakttreue und dem bisher eingeschlagenen Weg kommt man immer mehr ab.

„Die bisherigen Milliarden-Investitionen, professionelle Vorarbeiten und grenzüberschreitende Verträge leichtfertig aufs Spiel zu setzen, wäre verantwortungslos", findet der Geschäftsführer der Tiroler Industriellenvereinigung und Nationalratsabgeordnete Mag. Josef Lettenbichler klare Worte in Richtung Wien.

 

Die Arbeiten an den Probestollen und an der Unterinntaltrasse in Tirol schreiten zügig fort. Diese Entwicklung plötzlich zu stoppen und den BBT gar opfern zu wollen, wäre für Österreich eine große Blamage, lautet der Tenor aus der Tiroler Industrie.

 

„Neben seiner für Tirol so wichtigen verkehrspolitischen Bedeutung soll man den Basistunnel endlich auch als Chance für die Beschäftigung, die regionale Wertschöpfung, die Nutzung von vorhandenem Know-how bis hin zur Stärkung des Wissenschaftsstandortes Tirol sehen," so Lettenbichler.

 

Die Zusagen der EU, von Deutschland und von Italien liegen auf dem Tisch. Die europäische Verkehrsverbindung Berlin-Neapel zählt zu den wichtigsten internationalen Verkehrsprojekten - nicht zuletzt auch deshalb, weil die Wirtschaft im Herzen Europas nach wie vor am stärksten floriert und prosperiert. Dies hat auch die Krise im vergangenen Jahr gezeigt. Während die angrenzenden Regionen im Osten Österreichs schwächeln, gehen die stärksten Wirtschaftsimpulse immer noch vom süddeutschen und norditalienischen Raum aus. Investitionen in die Verbindung dieser EU-Großräume macht Sinn und stiftet großen kontinentalen Nutzen. Die Tiroler Industrie und alle Verbündeten im Land sind von der Richtigkeit des eingeschlagenen Weges mehr denn je überzeugt.








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