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[ 22.03.2010 ]
Zusätzliche Steuern falsches Signal für den StandortInsgesamt waren es mehr als 583 Millionen Unternehmenssteuern, welche Tiroler Betriebe und damit insbesondere Industrieunternehmen - aus Körperschaftsteuer und Einkommensteuer - 2009 dem Fiskus bescherten, verweist IV Präsident Dr. Reinhard Schretter auf die aktuelle Statistik „Unternehmenssteuern aus Tirol“.Mehr als eine halbe Milliarde Unternehmenssteuern flossen 2009 in die Staatskasse. Im Jahre 2008 waren es bereinigt noch 782 Millionen, die aus Tirol nach Wien flossen. Durch die Krise sind die Staats-Einnahmen aus den Tiroler Unternehmenssteuern wieder auf das Niveau des Jahres 2000 geschrumpft.
Im Jahresvergleich sank die Körperschaftsteuer (KöSt) um 43,7 %, die Einkommensteuer um 3,4 %. Doch nach wie vor haben die Tiroler Betriebe mit insgesamt 583 Millionen auch 2009 einen stattlichen Beitrag für den Staatshaushalt geleistet.
„Die Tiroler Industrie hat als Steuer-Motor in wirtschaftlich guten Zeiten beachtliche Leistungen erbracht. Seit 2000 waren es in Summe 7,3 Milliarden Euro. Dies hat mit dazu beigetragen, unser Sozial- und Gesundheitssystem auszubauen und eine Vielfalt von Wohlfahrtsleistungen zu finanzieren. Doch die ‚fetten Jahre' sind vorbei, wie wir im vergangenen Jahr bitter erfahren mussten. Die Politik steht nun vor der schwierigen Aufgabe, den Staatshaushalt zu sanieren und dabei vor allem darauf zu achten, die Rahmenbedingungen für Unternehmen nicht zu verschlechtern", stellt Präsident Schretter fest und mahnt:
„Falsch angesetzte Steuern sind auch falsch gesetzte Signale für den Standort. Ein möglicher Aufschwung wird so bereits in der Anfangsphase abgewürgt. Wir dürfen nicht schon am Beginn der Budgetsanierung über neue Einnahmen reden. Damit schmälern wir nur die Chancen auf wirksame Strukturreformen. Jetzt geht es vor allem darum, eine ausgabenseitige Sanierung anzupeilen. Immerhin ist die Abgabenquote in Österreich mit 42,9 % eine der höchsten in der EU." [ IV Tirol ]
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