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[ 15.11.2010 ]

Nachbericht zum 20. Tiroler Wirtschaftsforum „Führen heißt wahrnehmen“

Das Tiroler Wirtschaftsforum feierte am 10. November mit fast 400 TeilnehmerInnen seinen zwanzigsten Geburtstag. „Neue Wege wagen. Unternehmerisch gestalten - Menschen bewegen“ – insgesamt fünf internationale ReferentInnen behandelten dieses Thema im Congress Innsbruck vor wichtigen Entscheidungsträgern aus Wirtschaft und Politik.

In seinem Begrüßungsstatement ließ der Tiroler Industriepräsident, Dr. Reinhard Schretter, 20 Jahre Tiroler Wirtschaftsforum revue passieren und stellte dabei immer den aktuellen Bezug her: „Die Krise hat uns neu denken gelehrt. Ich bin mir jedoch nicht sicher, ob wir auch gute Schüler sind. Wann, wenn nicht jetzt, sind Menschen gefragt, die Verantwortung übernehmen, über den Tellerrand blicken, mutig neue Wege gehen und die Geschicke selbst in die Hand nehmen. Die öffentliche Hand führt uns dabei nicht immer, sie lässt zu oft leadership vermissen. Wir müssen selbst initiativ warden."

 

Fünf internationale Referenten

  

Dr. Wolfgang Armbrecht, verantwortlich für das Brandmanagement der Automobilmarke Mini, zeigte den Weg auf, wie das ehemalige britischen Kultauto seit 2001 wieder neu auf dem Markt erfolgreich plaziert werden konnte.

 

Ines Imdahl vom deutschen Rheingold Institut beleuchtete den Wandel der Werte in den vergangenen 20 Jahren. Als Marktforschungsexpertin versuchte sie anhand von Beispielen zu zeigen, wie sich der Wertewandel auf die Werbestrategien von Unternehmen ausgewirkt hat.

 

Wie ein Unternehmen erfolgreich mit Verbesserungsvorschlägen von MitarbeiterInnen umgeht, erklärte Günter Raffel von der Deutschen Post. „Für die Motivation der Mitarbeiter sind primär nicht finanzielle Anreize sondern vielmehr die erlebte Wertschätzung im Unternehmen ausschlaggebend", so der Ideenmanager.

 

Der Dirigent, Produzent und Unternehmensberater Christian Gansch zeigte Ähnlichkeiten in der Organisationsstruktur von Orchestern und Unternehmen auf. Sein Credo: „Führen heißt wahrnehmen." Ausschlaggebend in Organisationsstrukturen sei das Wechselspiel der Kräfte und nicht die Teamfähigkeit auf Basis von Gleichheit. Motivation sei letztlich die Bringschuld der Führungskräfte. Sie hätten die Aufgabe, die orchestrale Kultur des aufeinander Hörens und miteinander Handelns auf unternehmerische Strukturen zu übertragen.

 

Als ehemaliger Rennläufer und heutiger Sportmanager erzählte Harti Weirather von der Gründung und vom Werdegang seiner Event- und Werbeagentur WWP. Für ihn bedeuten sportlicher Eifer, Hartnäckigkeit und Begeisterung letztlich auch Erfolg im Geschäftsleben. Sein Unternehmen zählt heute 70 MitarbeiterInnen und kann auf eine Reihe erfolgreicher Veranstaltungen zurück blicken.

 

Das 20. Tiroler Wirtschaftsforum wurde wieder von der Industriellenvereinigung Tirol gemeinsam mit der Hypo Tirol Bank als Träger und der Tiroler Tageszeitung als presenting sponsor veranstaltet. Für die Organisation mit verantwortlich zeichneten business bestseller, MCI und Congress Innsbruck. Mit Orange und BMW Unterberger hat das Tiroler Wirtschaftsforum neue Partner dazugewonnen.








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