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[ 03.11.2009 ]
Tiroler Industriekonjunktur: Zähe Konsolidierung, noch kein Aufschwung!„Ein fundierter Aufschwung ist leider noch nicht in Sicht. Viele Unternehmen befinden sich zwar auf dem Pfad der leichten Besserung, doch für eine generelle Entwarnung ist es nach wie vor zu früh. Das uneinheitliche Branchenbild lässt derzeit keine stichhaltigen Prognosen zu.Die Baubranche aber auch Teile der Produktionswirtschaft schließen eine neuerliche Abschwächung nicht aus", analysiert der Tiroler Industriepräsident, Dr. Reinhard SCHRETTER, die Konjunkturerhebung der Industriellenvereinigung Tirol im dritten Quartal 2009.
„Dort, wo sich eine gewisse Stabilität breit macht, könnten die Konjunkturpakete des Landes Tirol und des Bundes positiv ausstrahlen. Beschäftigungswirksam ist weiters, dass die Unternehmen ihre zum Teil leer gefahrenen Lager wieder aufbauen. Doch insgesamt sprechen wir maximal von einer leichten Erholung. Der Einschnitt, den wir durchwandern, ist tiefer als alles, was wir bislang erlebt haben. Sinkende Steuereinnahmen, steigende Arbeitslosigkeit und die Notwendigkeit auch in Zukunft konjunkturell gegenzusteuern - das alles lässt auch das öffentliche Defizit und die Staatsverschuldung in die Höhe schnellen", so Präsident Schretter. In den Bereichen Verwaltung, Bildung, Gesundheit und Pensionen bestehe akuter Handlungsbedarf.
Die Konjunktur-Ergebnisse im Detail
Bei den Auftragseingängen sind die Beurteilungen „gut" sowohl bei den Bestellungen im Inland als auch bei den Warenausfuhren nur minimal angestiegen:
Lediglich 4 % der Tiroler Industrieunternehmen bezeichnen ihren Auftragsbestand als „gut". 73 % verfügen über saisonübliche Aufträge. 23 % sind mit der Ist-Situation unzufrieden - im zweiten Quartal waren dies noch 33 %.
Beim Exportgeschäft melden 19 % eine gute Auftragslage, 55 % eine saisonübliche. 26 % der befragten Unternehmen beurteilen ihre Aufträge aus dem Ausland als schlecht. Das ist um 11 % weniger als noch vor drei Monaten.
Sorgenkinder: Verkaufspreise, Arbeitsmarkt
7 % der Befragten rechnen in den nächsten drei Monaten mit einem leicht spürbaren Produktionszuwachs. Im zweiten Quartal rechnete damit lediglich 1 %. „Etwa gleich bleiben" wird die Produktionstätigkeit bei 74 %. 19 % der Befragten müssen die Produktion jedoch zurückfahren - das ist etwas mehr als bei der letzten Erhebung.
Sorgen bereitet auch, dass kein einziges der befragten Unternehmen zumindest in nächster Zukunft höhere Preise für seine Produkte auf den Märkten durchsetzen kann. 20 % sehen sich sogar zu Reduktionen gezwungen. 80 % sind bemüht, ihre Verkaufspreise zu halten.
Nur 1 % der befragten Unternehmen glauben, dass sie ihren Mitarbeiterstand im nächsten Quartal ausweiten können. 75 % gehen vom „status quo" aus - das sind gut drei Viertel der befragten Unternehmen, die ihren Beschäftigtenstand in den kommenden drei Monaten unverändert lassen wollen. 24 % rechnen aber auch mit abnehmender Beschäftigung. [ IV Tirol ]
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