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[ 16.10.2009 ]

Ecoregio - Tirol, Südtirol, Trentino

Etwas mehr als 120 Vertreter aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung besuchten das 2. Ecoregio-Symposium im Congresspark Innsbruck-Igls zum Thema „Erfolgsfaktor Vernetzung“.

„Das Trennende überwinden, gemeinsame Standortfaktoren nützen" - das war der Tenor des Tiroler Landeshauptmannes Günther Platter und des Südtiroler Energie-Landesrates, Dr. Michl Laimer, die als politische Vertreter die hochkarätige Tagung eröffneten. Die Plattform „Nord-Süd", eine Vereinigung der Kommunikationsunternehmen wiko wirtschaftskommunikation, naderer communication, plaikner public medienarbeit und OGP agenzia di pubblicitá, lud bereits zum zweiten Mal zu diesem gemeinsamen Treffen der drei benachbarten Regionen nördlich und südlich des Brenners.

 

Tirol, Südtirol und das Trentino - das sind drei dynamische und hochentwickelte Wirtschaftsregionen inmitten von Europa, zwischen den kräftigen Wirtschaftsräumen Bayern und Lombardei. Vieles haben die unmittelbaren Nachbarn - auf zwei Länder aufgeteilt - gemeinsam. Nun gilt es, das Trennende zu überwinden, um ökonomische Standortqualitäten zu optimieren. Die groben Eckpfeiler dabei sind

 

  • Sprachen,
  • rechtliche, steuerliche, administrative Rahmen sowie
  • eine starke Fokussierung auf Technik und Innovation.

 

„Der unbestrittene Wirtschafts- und Wachstumsmotor ist in allen drei Landesteilen der industrielle Bereich: Allein die abgesetzte Industrieproduktion der Ecoregio - insgesamt fast 27 Milliarden Euro - überschreitet den gemeinsamen Landeshaushalt (11,5 Milliarden Euro) der drei Regionen um ganze 15 Milliarden Euro", stellte der Tiroler Industriepräsident Dr. Reinhard Schretter fest.

 

Präsident Schretter ging in seinem Statement „Tirol Vision 2020" der Frage nach: Wie können wir unseren Entwicklungsstand sichern und Kräfte für neues Wachstum und Beschäftigung frei machen?

 

Voranzutreiben seien, so der Präsident, die Vernetzung der gesamten Bildungs-, Forschungs- und Innovationsinfrastruktur - und zwar in Richtung Mobilität, Energie, Umwelt sowie Aus- und Weiterbildung:

 

„Das sind die Ecoregio-Felder der Zukunft. Auf diesen Gebieten brauchen die Menschen neue Denkansätze, Lösungen und Produkte. Hier ist das Innovations- und Technologiemanagement gefordert."

 

Präsident Schretter: „Das wohl bedeutendste Infrastrukturprojekt, das zur grenzüberschreitenden Kooperation einlädt und die Regionen befruchtet, ist der Bau des Brennerbasistunnels (BBT). Bereits in den bisher geleisteten integrativen und interkulturellen Vorarbeiten steckt ein weltweit einzigartiges Wissens-Know-How und Engineering. Die Innovationswerkstätte beschäftigt mittlerweile allein im Forschungsbereich ein ganzes Netzwerk von Universitäten. Aber auch auf die Struktur des regionalen Verkehrs, auf Wirtschafts- und Lebensraum wird der BBT spürbare Auswirkungen haben und die Verkehrsströme - Nord-Süd, Ost-West - effizient steuern. Von besonderer Tragweite sind die Impulse auf die Bau- und Grundstoffindustrie, Elektro- und Elektronikindustrie, Dienstleistungen, auf den Finanzsektor, auf Landwirtschaft, Handel und Tourismus".

 

Weitere Referenten waren u.a. der TIWAG-Vorstandsvorsitzende Dr. Bruno Wallnöfer (Energiewirtschaft im Alpenraum), Prof. Dr. Konrad Bergmeister, Vorstand BBT SE, sowie die beiden Gesundheitslandesräte von Nord- und Südtirol, DI Dr. Bernhard Tilg und Dr. Richard Theiner.

 

Weitere Informationen:

www.ecoregio.eu








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