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[ 12.10.2009 ]
Vorsprung bei Wasserkraft nicht aufs Spiel setzenDie vor kurzem präsentierten Kraftwerksprojekte in Breitenbach und Osttirol durch heimische Energieversorger haben die volle Unterstützung der Tiroler Industriellenvereinigung. „Die Energieversorgung ist und bleibt einer der wichtigsten und erfolgskritischen Standortfaktoren für Tirol. Die Eigenerzeugung von erneuerbarer und günstiger Energie muss daher rasch und professionell ausgebaut werden,“ stellt dazu der Präsident der Industriellenvereinigung Tirol, Dr. Reinhard Schretter, fest.Der von Landeshauptmann Günther Platter und der TIWAG eingeschlagene Weg in der Energie- und Industriefrage müsse von allen Beteiligten unterstützt und getragen werden. „Die Landespolitik und die TIWAG haben sehr früh erkannt, dass der Ausbau der heimischen Wasserkraft notwendig ist. Das hat uns einen Wettbewerbsvorsprung eingebracht. Für eine rasche Umsetzung braucht es aber nun auch eine professionelle Abwicklung und stimmige Bundesgesetze", so IV-Vizepräsident Christoph Gerin-Swarovski (Geschäftsführer der Tyrolit Schleifmittelwerke): „ansonsten rinnt uns der Tiroler Wasserkraftvorsprung sprichwörtlich durch die Hände."
Beispiele für unverständliche Verzögerungen sind das Gemeinschaftskraftwerk Inn (GKI), wo 29 Monate nach der Einreichung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) noch immer keine öffentliche Verhandlung stattgefunden hat oder die Diskussion um zusätzliche Restwassermengen für die bestehenden alten Wasserfassungen beim geplanten Ausbau des Kraftwerkes Sellrain-Silz.
„Bei vielen Themen sollte auch auf den Hausverstand und nicht nur auf den Sachverstand gehört werden," so Christoph Gerin-Swarovski. Denn auch nach hunderten Seiten von Sachverständigen-Gutachten brauche es die Entschlusskraft von Politik und Behörden sowie ein professionelles Zusammenwirken aller Beteiligten.
Die Tiroler Energieversorger, allen voran die TIWAG, sind bereit zwei Milliarden in Tirol zu investieren. Diese Bereitschaft müsse gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten besonders geschätzt werden. „Damit schaffen wir Arbeit und Unabhängigkeit im eigenen Land und sparen viel Steuergeld, welches sonst durch staatliche Konjunkturpakte in den Wirtschaftskreislauf gepumpt werden müsste," so Präsident Schretter.
Bei der Beurteilung von Eingriffen in die Natur und Lebenswelt müssen daher auch die Interessen der Menschen berücksichtigt werden. Dabei gehe es in den kommenden Jahren auch vermehrt um Infrastrukturprojekte, damit Wertschöpfung und Arbeit im Land gehalten werden. Die IV hofft, dass gemeinsam ein nachhaltiger Tiroler Weg gefunden wird, bei dem Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialinteressen ausgewogen aufeinander abgestimmt werden. [ IV Tirol ]
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